Dokumentation

Ehrenamt

Der jährliche Neujahrsempfang der Gemeinde Nottuln ist der Abend, an dem Sie alle im Mittelpunkt stehen.

Sie, die Bürgerinnen und Bürger unserer Gemeinde Nottuln.
Sie sind Grund für Optimismus. Weil Ihnen diese Gemeinde am Herzen liegt. Sie alle bilden diese liebenswürdige Gemeinde Nottuln – mit allen fünf unverwechselbaren Ortsteilen. Alle Ortsteile sind unverwechselbar in den prägenden Eigenschaften und in ihrem Charme. Und alle Ortsteile sind nicht nur liebenswert sondern auch lebenswert.
Es lebt sich gut in Nottuln.

Wenn Sie sich umsehen, können Sie feststellen, dass die ehrenamtlich Aktiven hier problemlos einen Saal füllen können. Und es sind sicherlich bei weitem nicht alle da.

Wir können stolz sein auf das Ehrenamt:
· ob in Vereinen, Initiativen oder Verbänden,
· ob in der Kultur oder im Sozialen,
· ob in der Bildung oder im Sport,
· ob in den Kirchen oder in der Politik:
Das schafft die hohe Lebensqualität unserer Gemeinde!

Ich erinnere an die Zeit, die unzähligen Stunden dieses Engagements. Ich erinnere an das know-how, das vielerorts unentgeltlich zur Verfügung gestellt wird.
Vieles ist mit Geld nicht zu bezahlen: Weil das Ehrenamt geprägt ist von Einsatzbereitschaft, Begeisterung für die Sache, menschlicher Wärme und Zuneigung.
Und ein großer Anteil spielt sich im Hintergrund ab. Nicht spektakulär, sondern bescheiden.
Vor kurzem wurden in einer bemerkenswerten Aktion Menschen aus unserer Gemeinde mit einem Ehrenamtspreis ausgezeichnet. Schon die Vielfalt der Vorschläge zeichnete ein ausdrucksstarkes Bild von der großen Zahl der Bereiche, in denen sich Menschen, Bürgerinnen und Bürger unserer Gemeinde für andere engagiern, nicht selten schon über Jahre oder Jahrzehnte.

Diesen ehrenamtlich tätigen Menschen gilt heute Abend mein Gruß,
aber vor allem auch mein Dank, unser aller Dank.

 

Gaza-Konflikt

Mit welchen Gedanken finden wir uns heute hier zusammen? Was sind die prägendsten Eindrücke zum Jahreswechsel?

Aus meiner ganz persönlichen emotionalen Wahrnehmung heraus sind es vorrangig Ereignisse, die in einiger Entfernung von uns stattfinden, und die uns doch so nahe sein sollten.
Sie erkennen, ich rede nicht von den globalen Finanz- und Wirtschaftssorgen. Das hat sicher etwas mit dem Gefühl zu tun, dass wir in Deutschland und auch in unserer Region ordentlich aufgestellt sind, so dass ich hoffen darf, dass uns die Folgen der Krise weniger hart treffen als andere.

Was mich wirklich betroffen gemacht hat: Ich sehe vielerorts, - und die blinkende Weihnachts-Konsumflut kann mich davon nicht ablenken, - ich sehe also vielerorts die Krippe stehen. Die Darstellung dieses biblischen Ereignisses, welches Weihnachten ja nun erst möglich werden lässt.
Für Christen wie für Menschen anderen Glaubens oder anderer Weltanschauung ist die Krippe in jedem Fall ein Symbol des weihnachtlichen Friedens.
Und unmittelbar daneben sehe ich diese anderen Bilder. In Bethlehem ist Krieg.
Es mag merkwürdig erscheinen, heute Abend in dieser schönen Stimmung, in unserem friedlichen Nottuln daran zu erinnern.
Aber ich komme nicht umhin, daran zu erinnern. Mich interessiert dabei herzlich wenig, wer nun die Schuld an dieser Eskalation trägt. Mich macht betroffen, in welch schrecklichem Kontrast das Bethlehem der Christgeburt vor 2000 Jahren und das heutige Schreckensszenario stehen.
Wir werden daran erinnert, welch hohe Verantwortung die Menschen für den Frieden tragen. Und wir erkennen, in welchem Glück wir leben dürfen - in einem Teil der Welt, der seit mehr als 60 Jahren keinen Krieg erleben musste.

Wir sind aufgerufen, für den Frieden tätig zu werden.
Für den Frieden im kleinen - in den Familien, am Arbeitsplatz.
Und für den Weltfrieden können wir mehr tun, als resigniert die Schultern zu heben:
· Ich erinnere zum Beispiel an den verantwortlichen Umgang mit Energie und mit Rohstoffen.
· Oder an die aufmerksame Bewertung der Produkte, die wir kaufen, im Hinblick auf Produktionsbedingungen, eingesetzte Materialien und Handelswege.

Gewiss, Bethlehem ist weit weg.
Aber unsere Verantwortung für den Frieden ist dennoch greifbar.

Bilanz und Perspektiven

Im Rückblick auf das vergangene Jahr 2008 möchte ich ein paar herausragende Punkte hervorheben, welche im vergangenen Jahr auf den Weg gebracht worden sind.
Es wird dabei erkennbar werden, dass der globale Blick auf den so weit entfernten Weltfrieden nur einen kleinen Schritt entfernt ist von unserer Nottulner Welt.
In mehreren Themenfeldern muss der Nottulner Entscheidungshorizont den Blick auf die globale Verantwortung mit einbeziehen.
Das prägnanteste Beispiel hierfür ist sicher die Energiepolitik. Verantwortung ist nicht ausschließlich eine Angelegenheit von Politikern in Düsseldorf, Berlin oder Brüssel - die Verantwortlichkeit macht vor Nottulner Entscheidungsträgern in Politik und Verwaltung nicht halt: Und es gilt, die eigenen Entscheidungen daran messen zu lassen.
Bei den nun folgenden Bemerkungen handelt sich nicht um eine vollständige Bilanz.
Es sind einzelne Themen, die zeigen, dass im vergangenen Jahr eine ganze Reihe von Pflöcken erfolgreich eingeschlagen werden konnten.
Ich erwähne diese Punkte ohne Anspruch auf Vollständigkeit, und ohne dass die Reihenfolge eine Wertung beinhaltet.

Gemeinderat

Das vergangene Jahr war wie die Vorjahre prall gefüllt mit vielen Themen und Ereignissen.
Die Politik hatte reichlich zu tun im letzten Jahr! Und es waren keine Nebensächlichkeiten. An einem Termin wie dem heutigen muss einfach betont werden, mit welch großer Energie und mit welch hohem Zeitaufwand die Damen und Herren des Rates sich den Fragestellungen gewidmet haben und noch weiter widmen.
Die Arbeit im Rat und in den Ausschüssen ist linear geprägt von Einsatzbereitschaft, von Zuneigung zu dieser Gemeinde, von der Bereitschaft, Verantwortung zu tragen –
und die Diskussionen finden auf einem hohen inhaltlichen und auf einem menschlich angenehmen Niveau statt.
Nehmen Sie, liebe Ratskolleginnen und –kollegen, an dieser Stelle meinen Dank, den ich im Namen der Bürgerschaft ausspreche.

Gemeindeverwaltung

Auch für die Verwaltung war es ein intensives, ereignisreiches und arbeitsreiches Jahr. Schon vor einem Jahr haben manche Kollegen gesagt, 2007 wäre das anstrengendste Jahr gewesen, an das sie sich erinnern konnten: Das Jahr 2008 hat das Vorjahr mit Leichtigkeit in den Schatten gestellt.
Ich möchte daran erinnern, dass es nur eine kleine Zahl von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist, die diese immense Arbeit verrichtet. Die Arbeit wird umfangreicher, gleichzeitig werden Gesetze und Erlasse immer komplizierter.
Dabei nimmt Nottuln, was die Personalkosten je Einwohner betrifft, weiterhin einen der untersten Ränge ein – was auch die Gemeindeprüfungsanstalt ausdrücklich lobend erwähnt.
Der Bürgermeister trägt die Federn. Der Dank aber gebührt den Kolleginnen und Kollegen in der Gemeindeverwaltung.
An der Bilanz werden Sie erkennen, dass die Leistung des Leitungsteams und der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter außerordentlich ist, und dass diesen engagierten Menschen der Dank und die Anerkennung der ganzen Gemeinde gebühren!

Was gehört also zu den bemerkenswertesten Bilanzpositionen?

Die bemerkenswerten Bilanzpositionen des vergangenen Jahres sind gleichzeitig die Impulse, optimistisch in Nottulns Zukunft zu blicken.
In Nottulns Süden ist ein neues Wohnbaugebiet auf den Weg gebracht. Das auffällige Interesse vieler Bürgerinnen und Bürger demonstriert die Notwendigkeit des Vorhabens.
Zwar ist zur Zeit bei der gesamten Immobilienbranche eine deutliche Zurückhaltung zu spüren. Eine zukunftsorientierte Grundstückspolitik darf aber nicht darauf warten, bis die Nachfrage wieder verstärkt einsetzt. Schon heute müssen die Weichen für eine positive Entwicklung des Ortes gestellt werden.
Mit dem neuen Wohngebiet ist das geschehen. Und es ist gleichzeitig auf eine Weise geschehen, dass nicht wie in früheren Zeiten „die Hoffnung der Ratgeber des Kaufmanns“ war, sondern dass die Gemeinde Nottuln hierbei strukturell wie ökonomisch nur gewinnen kann.
Eine gute Bilanz - und eine gute Perspektive.

Ein weiterer Blick in die Zukunft:

Es fehlt in Nottuln an Immobilien für Menschen in besonderen individuellen Lebenslagen.
Beispiele: Eltern haben in einem Einfamilienhaus ihre Kinder groß gezogen. Nun ist das Haus für die beiden zu groß. Warum gibt es keine Grundstücke, die ermöglichen, dass Eltern ihren Kindern und Enkeln in einem solchen Fall ihr Haus geben und auf dem selben Grundstück eine kleines Häuschen hinzubauen?
Wie steht es mit den Wohnmöglichkeiten, wo sich Alleinerziehende zusammenfinden mit älteren Menschen? Die einen freuen sich über Begegnungs- und Betreuungsmöglichkeiten - die anderen über die Kontakte und die daraus resultierenden Betätigungsmöglichkeiten. „Wohnen über Generationen“ ist das Stichwort.
Die Liste lässt sich fortsetzen. Pendler-Ehepaare, welche die Infrastruktur von Nottuln schätzen, aber keinen Garten wünschen. Single-Haushalte, die Anschluss haben an die vorbildliche Vereinsstruktur. Familien, die möchten, dass ihre Immobilie mit der Familie mitwächst. Ältere Menschen, die in fußläufiger Nähe zum Ortskern wohnen möchten.
Die Bauleitplanung der Zukunft muss solche Wünsche berücksichtigen. Ich werde in den nächsten Monaten Ideen und Pläne für ein derartiges Wohnprojekt vorlegen - eine der Antworten auf die demografische Herausforderung.

In den letzten Tagen des Jahres konnte nach langen Verhandlungen ein für beide Seiten erfreuliches Gesprächsergebnis verbucht werden.
So gehört zu den wichtigen Bilanz- und Perspektivepositionen die Feststellung: Das bekannte Hochwasserproblem im Ortsteil Darup kann weitestgehend gelöst werden! Und im gleichen Atemzug kann ein wiederholt vorgetragener Wunsch erfüllt werden - der Wunsch nach Baugrundstücken im Ortsteil Darup!
In Schapdetten bestehen ebenfalls sehr realistische Aussichten, in einem maßstabsgerechten Umfang Grundstücke für Bauwillige zu entwickeln. Die Vorgespräche haben begonnen und stimmen mich optimistisch.

Zu den wichtigen Bilanzpositionen des vergangenen Jahres gehört die weitere Entwicklung der Gewerbeflächen.
Hierbei habe ich sowohl neu bereit zu stellende Flächen im Blick, als auch die Pflege der vorhandenen. Die strukturelle Verbesserung der Handels- und Gewerbemöglichkeiten in Nottuln ist auf einem sehr guten Weg. Die Sortierung der Flächen ist letztlich für Betreiber wie für Kunden von großem Vorteil. Kleine, alleinstehende Flächen sind hinsichtlich der Nutzung von Synergien, hinsichtlich der Verkehrsanbindung und hinsichtlich der Kommunikationstechnologie im Nachteil.
Die Entwicklung des Gewerbegebietes Beisenbusch hingegen bietet alle diesbezüglichen Vorteile. Der Versorgungsbereich an der Appelhülsener Straße wird attraktive Angebote vorhalten für die Nottulner Bürgerinnen und Bürger und für die Menschen der Region - damit bleibt die Kaufkraft im Ort.

Interkommunale Zusammenarbeit

Noch eine positive Bilanzposition des letzten Jahres:
Die Interkommunale Zusammenarbeit wird ausgebaut!
Seit einigen Tagen ist das gemeinsame Finanzdienstleistungszentrum der Gemeinden Havixbeck und Nottuln an der Arbeit.
Für den außenstehenden Betrachter erschließt sich auch nicht annähernd, welche Vorarbeiten zu leisten waren. Es ist ein Quantensprung bei der Überwindung des Kirchturmdenkens. Nicht ohne Grund findet dieses Pilotprojekt überregionales Interesse bis in die Landesregierung hinein.
Das ist der Anfang. Weitere Schritte dieser Art werden folgen.
Aber immer wird gelten: Kooperation auf höchstem Niveau,
aber die Identität der Gemeinden bleibt erhalten!

Kommunale Finanzen

Es ist einfach nicht möglich, über Bilanzen und Perspektiven zu reden, ohne ein paar Worte zu den Kommunalen Finanzen zu verlieren.
Fast täglich fragen mich Bürger nach den Finanzen der Gemeinde. Und regelmäßig wird der Wunsch vorgetragen: „Bleiben Sie eisern, halten Sie das Geld zusammen, geben Sie keine Wahlgeschenke!“
Es gehört zur Bilanz und zur Perspektive, dass der Sparkurs auch die nächste Zeit, wahrscheinlich die nächsten Jahre bestimmen wird.
Gemeinderat und Verwaltung haben sich ein Freiwilliges Haushaltskonsolidierungskonzept gegeben, welches unverändert gültig und notwendig sein wird.
Zur Haushaltskonsolidierung gehört auch der Abbau von unwägbaren Risiken. Die Aufräumaktion Appelhülsen-Nord hat der Gemeinde Kosten in Millionenhöhe erspart und die Zukunft bedeutend kalkulierbarer gemacht.
Im Konsolidierungskurs sind wir ein erhebliches Stück voran gekommen.

Sondertilgung

Nun hat der Rat Ende 2007 einstimmig beschlossen: Wenn sich in einem Jahresabschluss bessere Ergebnisse darstellen, als in der Planung vorgesehen, dann soll diese Ergebnisverbesserung zur Sondertilgung von Verbindlichkeiten der GIG eingesetzt werden.
Aus verschiedenen Gründen ist das bei der Endabrechnung des Jahres 2007 so eingetreten.
Ich werde daher dem Gemeinderat in der Sitzung in der kommenden Woche vorschlagen, eine Sondertilgung in Höhe von 2,7 Millionen Euro vorzunehmen!
Das bedeutet:
· Der derzeitige Tilgungshorizont der Kreditverpflichtungen der GIG könnte vom Jahr 2038 auf das Jahr 2024 vorgezogen werden!
· In diesem Jahr 2009 hätten wir rund 58.000 Euro weniger an Zinsen zu zahlen.
· Ab dem Jahr 2010 betrüge die jährliche Einsparung an Zinsen über 116.000 Euro!
· Insgesamt reduzieren sich die Zinsausgaben der Gemeinde über den Laufzeit-Zeitraum um mehr als 2,6 Millionen Euro!

Natürlich wurde überlegt, ob das Geld nicht lieber aktuell investiert werden sollte. Sie alle wissen, an guten Ideen ist kein Mangel.
Wenn aber gesehen wird, dass im Lauf der Jahre an Zinsen fast ebenso viel eingespart werden kann, wie jetzt getilgt werden soll, dann wird unmittelbar erkennbar, dass man durch dieses Handeln Investitionen gerade sinnvoll ermöglicht und finanzierbar macht!
Nebenbei: Die neue Gemeindeordnung NRW enthält in § 1, Abs. 1 einen sehr bemerkenswerten Satz: „Die Gemeinden handeln in Verantwortung für die zukünftigen Generationen.“
Eine verantwortungsvolle Kommunalpolitik agiert langfristig, nicht in kurzen Zeiträumen, und schon gar nicht in Wahlperioden.
Und weiterhin gilt: Die Gemeinde Nottuln verfügt über eine hohe Liquidität, Kassenkredite sind nicht erforderlich!

Weitere Bilanzpunkte

Öffentliche Sicherheit:
· Der „Runde Tische gegen Gewalt“ arbeitet im Hintergrund,
aber sehr effektiv. Von der Analyse der sozialen Räume unserer Jugendlichen verspreche ich mir wesentliche Ansätze für die sozialpädagogische Betreuung.
· Das Konzept des Akohol-Import-Verbotes auf dem Martinimarkt ist voll aufgegangen: Die Zahl der Gewaltdelikte ging ganz erheblich zurück.
· In Schapdetten wurde die Erweiterung des Feuerwehrhause gefeiert, in Darup ein Mannschaftstransportwagen nebst Garage seiner Bestimmung übergeben: Ermöglicht durch beherztes Anpacken der Feuerwehrkameraden!
· In Nottuln wurde eine viel beachtete Ausstellung von Minister Laumann eröffnet: „Sucht hat immer eine Geschichte“. Durch Sponsoring haben viele Nottulner Vereine die Kosten dieser Ausstellung getragen: So etwas leisten in Nottuln die Vereine für unsere Gesellschaft!
Nahverkehr:
· Der Bürgerbus fährt - und kommt vielen Menschen zu Gute. Oft sind es weniger bewegliche Menschen, die sich über das neue Angebot sehr freuen.
· Eine zusätzliche Nachtbuslinie wurde von Jugendlichen beantragt und ist seit einigen Tagen Realität.

Energie

Bei der Betrachtung von Bilanzen und Perspektiven darf das Thema Energie nicht fehlen.
Ich bin der festen Überzeugung, dass auch die Kommunen einen erheblichen Teil der Verantwortung tragen, wie die brennenden Fragen von Klimaschutz und Energiewirtschaft in den nächsten Jahren behandelt werden.

Es sind zwei Aspekte dabei zu betrachten.
Zunächst der Aspekt des Klimaschutzes. Noch immer sind wirkungsvolle Maßnahmen zur Verlangsamung des Klimawandels bei Licht betrachtet als Lippenbekenntnisse einzustufen.
Wir müssen begreifen, dass die weiteren dramatischen Entwicklungen nicht erst in 50 oder 100 Jahren auf uns zukommen werden, - was ja schon schlimm genug wäre! -, sondern in einem Zeitraum, der so kurz ist, dass viele der Anwesenden eine gute Chance haben, ihn noch zu erleben!
Und auch hier gilt: Die Verantwortung liegt nicht bei „denen da oben“. Sie liegt bei uns. Hier vor Ort, in Nottuln.
Und so gilt es weiterhin, dem Thema Reduzierung des Energieverbrauchs und dem Thema Gewinnung alternativer Energien eine besondere Aufmerksamkeit zu widmen.
Das hat aber eben nicht nur unter der Überschrift Klimaschutz zu geschehen. Der volkswirtschaftliche Aspekt ist gleichrangig!
Haben wir denn wirklich schon die Explosion der Benzin-, Öl- und Gaspreise vergessen? Haben wir wirklich die Illusion, es hätte sich nur um ein kurzzeitiges Intermezzo gehandelt?
Lernen wir denn nichts aus dem Gaslieferstreit zwischen Russland und der Ukraine?
Unsere Volkswirtschaft ist auf eine ausreichende und bezahlbare Versorgung mit Energie angewiesen. Nur dann können das Niveau unserer Wirtschaft und unser Lebensstandard erhalten bleiben.
Das Umsteuern in der Zusammensetzung der Energieversorgung muss jetzt und beherzt beginnen, damit der Umgestaltungsprozess weit genug fortgeschritten ist, wenn die fossilen Energierohstoffe knapper und teurer werden.
Lassen wir uns doch nicht von den Verführern in Sicherheit wiegen, die uns die Kernenergie als Ausweg vorgaukeln möchten. Über die immer noch überhaupt nicht gelöste Frage der Endlagerung der Atomabfälle möchte ich gar nicht reden - allein die zeitlich eng begrenzte Verfügbarkeit des Rohstoffes Uran macht deutlich, dass hier keine Lösung zu erwarten ist.

Die Bürgerinnen und Bürger und die Kommunen sind aufgerufen, im kleinen ihre Beiträge zu leisten.
Nottuln ist mit dabei, auf einem der vordersten Plätze.
Die Bilanz ist gut - die Perspektive ebenfalls.
Viele Bürgerinnen und Bürger machen mit: Mit Photovoltaik-Anlagen auf den Hausdächern. Das ist im wahrsten Sinn des Wortes ein gutes Bild!
Und die Gemeinde hat im Oktober 2008 den ersten Photovoltaikpark im Land Nordrhein-Westfalen eröffnet. Seither vergeht kaum eine Woche, in der sich nicht Kommunalpolitiker über das Projekt informieren. Es steht fest, dass das Projekt Nachahmer finden wird.
Bereits bei der Eröffnung bestätigten die Parlamentarische Staatssekretärin aus dem Bundesumweltministerium und der Staatssekretär aus dem Landesumweltministerium, dass die Gemeinde Nottuln in besonderem Maß ihrer kommunalen Verantwortung gerecht wird.
Dass der Name des Ortsteils Appelhülsen seither immer im Zusammenhang mit innovativer kommunaler Energiepolitik genannt wird, ist für uns alle erfreulich.

Welche wirtschaftlichen Informationen gibt es dazu zu vermelden?
Nachdem wir nicht wussten, wann die Anlage ans Netz gehen würde, waren wir vorsichtig mit der Prognose des Ertrages. Nun, es ging Mitte Oktober los mit der Einspeisung, und - wie wir alle in Erinnerung haben - es folgten einige recht sonnige Tage im Herbst.
4.000 Euro standen im Haushaltsplan als Ertragsprognose - über
31.000 Euro sind es geworden!
Der Wirkungsgrad unserer Anlage liegt bisher über dem Ergebnis vergleichbarer Anlagen in unserer Region - das lässt uns Gutes hoffen
für die Erträge kommender Jahre.
Eine hervorragende Bilanz in jeder Blickrichtung.

Und wie sieht die Perspektive aus?
· Das Programm „Photovoltaik auf öffentliche Dächer“ wird fortgesetzt.
· Die öffentlichen Gebäude müssen hinsichtlich des Energieverbrauches weiter optimiert werden.
· Das Thema Windkraft gehört wieder auf die Tagesordnung.

Ich fasse zusammen:
Es wurde eine Menge geleistet, es hat sich eine Menge entwickelt im vergangenen Jahr.
Nottuln ist gut gerüstet für die Herausforderungen.

Bürgerstiftung Nottuln

Eine persönliche Bitte möchte ich Ihnen abschließend vortragen:
Ein wichtiges Projekt ist in Entstehung, in dem sich Bürgerinnen und Bürger für Nottuln engagieren können. Ich rede von der Bürgerstiftung Nottuln.
Von dem für eine Gründung notwendigen Stiftungskapital sind in der Zwischenzeit etwa zwei Drittel zusammen gekommen.
Und eine weitere gute Nachricht: Es ist ebenfalls schon ein bedeutender Betrag an Spenden zugesagt - das ist sehr wichtig, damit die Stiftung gleich vom ersten Tag an erfolgreich arbeiten kann.
Ich träume von vielen Stifterinnen und Stiftern, die sich auch mit kleinen Beträgen an der Gründung beteiligen. Bitte werben Sie für diesen Gedanken in Ihrem Freundes- und Bekanntenkreis.
Eine Bürgerstiftung wird gerade auch durch einen großen Kreis von 50-Euro-Stifterinnen und -Stiftern erfolgreich! Bitte lassen Sie sich deshalb motivieren, die Informationshefte mitzunehmen.
Heute Abend sind Sie alle Gäste der Gemeinde. Es ist eine bescheidene Bewirtung, der Haushaltslage der Gemeinde angepasst. Als gute Gastgeber erbitten wir keinen Kostenbeitrag.
Ich möchte Sie aber sehr herzlich im Gegenzug aufrufen, durch eine spürbare Spende ein materielles Zeichen der Unterstützung der Bürgerstiftung zu setzen. Ihre Spende kommt der Arbeit der Bürgerstiftung im ersten Jahr ihres Bestehens zu Gute.
Im Voraus meinen Dank!

Die allerbesten Wünsche für 2009

Heute Abend werden wir auf die Hoffnungen des neuen Jahres anstoßen.
Wir haben allen Grund, in Nottuln glücklich zu sein.
Und wir haben allen Grund, mit Optimismus in die Zukunft zu sehen.
Stoßen wir darauf an,
dass die guten Wünsche wahr werden. Die Wünsche nach Frieden, nach Gesundheit und nach Wohlergehen, damit wir übers Jahr sagen dürfen: der Optimismus war gerechtfertigt.
Stoßen wir darauf an,
dass wir das Geschenk haben, in diesem wunderschönen und liebenswürdigen Nottuln leben zu dürfen - egal, welche Glocken wir hören dürfen.
Ihnen allen wünsche ich ein gemeinsames, gesundes
und vollständiges Jahr 2009!

Ihr Kontakt zur SPD Nottuln

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