15.07.2007: SPD im Kreis Coesfeld begrüßt Idee des "Deutschlandfonds"

Veröffentlicht am 15.07.2007 in Arbeit und Wirtschaft

"Um ein Profil zu bilden, braucht man klare Konzepte"

Kaum ein Thema beschäftigt die SPD im Kreis Coesfeld in diesem Jahr mehr als die Debatte um das neue Grundsatzprogramm der Partei. Bevor im Oktober auf dem Bundesparteitag das "Hamburger Programm" beschlossen werden wird, haben die Genossen im heimischen Unterbezirk eine Veranstaltungsreihe mit illustren Gästen hingelegt: Andrea Nahles, Hannelore Kraft, Ute Voigt – lauter Spitzengenossinnen waren schon vor Ort, um über das Grundsatzprogramm zu diskutieren. André Stinka zieht daher ein positives Zwischenfazit: "Die Debatte lebt, gerade hier vor Ort", beschreibt der Unterbezirksvorsitzende, "wir sind nicht mit allem einverstanden, aber gerade, wenn man unseren Entwurf mit dem der CDU vergleicht, erkennt man gleich, dass wir auf der richtigen Seite stehen."

Auch bei den Christdemokraten werde über ähnliche Themen gesprochen. "In beiden Entwürfen gibt es zum Beispiel ein Kapitel zum Thema Wirtschaft und Arbeit", so Stinka, "der Unterschied ist – bei der CDU kommt das Wort Arbeitnehmer keinmal vor." Während die Konservativen das Thema Soziale Marktwirtschaft einseitig unternehmerorientiert angehen würden, stelle die SPD den Menschen in den Blick: "Klar übernehmen Unternehmen wichtige Verantwortung, aber ohne die Leistung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer kann kein Unternehmen etwas erwirtschaften." Die Genossen im Kreis Coesfeld begrüßen daher die Idee des "Deutschlandfonds" ihrer Partei, über den die Kapitalbeteiligung von Mitarbeitern an den steigenden Gewinnen in weit größerem Umfang als bisher organisiert werden soll. "Deutschland hinkt bei der Mitarbeiterbeteiligung im Vergleich zu anderen Ländern hinterher", erklärt Stinka, "deshalb ist der 'Deutschlandfonds' ein guter Vorschlag, der Programmatik und konkrete Konzepte zusammenbringt."

Im wirtschaftlichen Profil sieht der SPD–Chef seine Partei daher klar im Vorteil gegenüber der Konkurrenz: "Ökologische Industriepolitik, eine stärkere Kontrolle der Finanzmärkte, der Einsatz für gute und gerecht entlohnte Arbeit – wir haben wirtschaftspolitisch die entscheidenden Felder erkannt und besetzen sie mit guten Konzepten."

 

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