22. 02. 2008: Entscheidung der CDU gegen den Fotovoltaikpark unbegründet

Veröffentlicht am 22.02.2008 in Kommunalpolitik

Zu einer Rückbetrachtung der Ratssitzung zur Entscheidung der Realisierung einer Fotovoltaikanlage trafen sich Ortsvereinsvorstand und Fraktion der SPD.
„Die Bedenken und Risiken konnten von uns in der Ratssitzung alle argumentativ entkräftet werden. Um so unverständlicher ist, dass diese in der Berichterstattung der WN so dargestellt wurden, als ob sie unwidersprochen im Raume stünden“ , resümierte Fraktionsvorsitzender Wolf Haase. Die einzelnen von der CDU zur Ablehnung vorgetragenen Argumente wurden nochmals den Anwesenden erläutert:

Argument „nicht ausreichende Wirtschaftlichkeit“
Der Wirtschaftsprüfer Herr Dittrich hat in der Ratssitzung eindrucksvoll vorgerechnet, dass das Fotovoltaikprojekt neben der Tilgung der Fremdmittel auch alle weiteren Kosten, wie z.B. Fremdmittelzinsen, Unterhaltskosten und Versicherungen, abdeckt und auf Einsatz von Eigenmittel der Gemeinde verzichtet werden kann. Daher ist der Einwand der CDU lieber Schulden zu tilgen statt das Geld zu investieren hinfällig, da kein Eigenkapital benötigt wird.
Die Berechnungen wurden so vorgenommen, dass alle Berechnungswerte mit Luft nach oben angenommen wurden, d.h. eigentlich wird das Ergebnis viel besser ausfallen.
Selbst der ausgerechnete Wert verglichen mit einer möglicher Verpachtung der Flächen würde ein vergleichbares wirtschaftliches Ergebnis erzielen.
Bei Realisierung des Fotovoltaikprojekts ist aber der Imagegewinn für die Gemeinde und den Ortsteil Appelhülsen zu berücksichtigen, der bekanntlich wegen der nicht mehr vermarktbaren Baugrundstücke gelitten hat.
Die Höhe dieses Imagegewinns ist aber ein hohes Gut und für Geld nicht zu erkaufen.

Argument „Flächen gehen für die Landwirtschaft verloren“
Die in Appelhülsen von den Vorgängern im Bürgermeisteramt und der Zustimmung der CDU-Fraktion angekauften Flächen sollten allesamt zu Baugebieten werden und wären damit der Landwirtschaft ebenfalls verloren gegangen. Die vorgesehene Fläche vom 7 ha für ein solches Projekt fällt nicht ins Gewicht, zumal noch genügend Flächen in dem Gebiet der Landwirtschaft weiterhin zur Verfügung gestellt werden können und die 7 ha-Fläche nach eigenen Aussagen von Landwirten für die Landwirtschaft eher minderwertig ist.
Die von der CDU erneut geforderte große Baulandentwicklung in allen Ortsteilen, also ebenfalls Reduzierung der landwirtschaftlichen Flächen, macht die Aussage insgesamt wenig glaubwürdig.

Argument „Diebstahl der Anlage“
Die Anlage wird mit den üblichen Sicherungsmechanismen nach dem neuesten Stand der Technik gesichert. Dazu gehören ein zwei Meter hoher Zaun mit Übersteigschutz, eine Videoüberwachung und ein Abbauschutz an den Fotovoltaikmodulen.
Damit sind genügend Sicherungen zur Verhinderung eines Diebstahls umgesetzt.

„Damit ist nach menschlichem Ermessen an alles gedacht worden, um das Projekt zu einem Erfolg zu führen. Kein Projekt in den letzten 15 Jahren ist derart detailliert beleuchtet worden“, machten die Fraktionsmitglieder deutlich..

Einziges nennenswertes Risiko bleibt , dass die Preise für die Realisierung der Anlage höher ausfallen, als bisher angenommen und vorgestellt wurde, aber dafür sieht der Ratsbeschluss vor, dass eine erneute Entscheidung im Rat erforderlich wird.

Daher ist für die SPD in Nottuln klar, das die CDU-Ablehnung des Projektes nicht aus sachlichen Gründen erfolgte.

 

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