Vorschläge für Standorte neuer Kindergärten überdenken

Veröffentlicht am 27.05.2016 in Stadtentwicklung

Überlegungen für Standorte neuer Kindergärten

Gemeinde und Kreisjugendamt haben aktuelle Planzahlen vorgelegt und hochgerechnet. Die nicht ganz überraschende Erkenntnis lautet: Nottuln benötigt dringend neue Kindergärten! Die Gemeindeverwaltung hat auch bereits Pläne mit Vorschlägen für die möglichen Standorte ausgearbeitet (siehe Grafik, blau gestrichelte Kreise/Ovale).

Nottulns SPD hat sich mit diesem Thema intensiv beschäftigt. Mit zwei Vorschlägen können sie sich nicht anfreunden.  Die SPD Nottuln hält die Standorte Südlicher Teilbereich des Spielplatzes Grauen Ihl / Niederstockumer Weg und Fasanenfeld II / Oberstockumer Weg für ungeeignet. Beide Standorte sind erheblichen Immissionen aus der in der Nachbarschaft betriebenen Landwirt­schaft ausgesetzt. Was potentiellen Eigenheimbesitzern geruchsmäßig nicht zugemutet werden darf, sollte auch unseren Kindern – und sei es nur für 4-6 Stunden täglich – nicht zugemutet werden!

Aus den unterbreiteten Vorschlägen verblieben damit lediglich die Standorte Dülmener Straße im Eingangsbereich des Baugebietes „Olympiastraße“ oder des künftigen Baugebietes „Südlich Lerchenhain“ oder innerhalb des Baugebietes Nottuln Nord. Diese Standorte stellen darauf ab, dass in der geplanten zukünftigen Wohnbebauung vor Ort auch kleine Kinder wohnen werden. Diese Überlegung greift zu Recht das alte SPD-Schlagwort „Kurze Beine – kurze Wege“ auf.

Kurze Wege für unsere Kleinsten können aber nach Auffassung der SPD Nottuln auch noch an anderen Standorten in Nottuln ermöglicht werden: Es gibt Wohnviertel in unserem Ort, in denen zwischenzeitlich ein Generationenwechsel stattgefunden hat oder aber ansteht. So stehen zum Beispiel nördlich des Oberstockumer Weges (Am Hang, Auf dem Esch, Flurstaße, Kampstraße, Grüner Weg) mehrere Häuser zum Verkauf bzw. schon leer. Ein Erwerb solcher Grundstücke nebst Abriss der Altbebauung und Neubau einer Kindertages­stätte würde es ermöglichen, den „neuen“ jungen Familien ein wohnortnahes Betreuungs­angebot zu unterbreiten. Ein Standort in diesem Bereich könnte evtl. sogar auf schon gemeindeeigenem Grund und Boden realisiert werden: vielleicht am Ortsrand in Richtung des zukünftigen Kreisverkehres der Umgehungsstraße. Ein solcher Standort wäre zudem deutlich einfacher für Eltern aus Darup zu erreichen, als der vorgeschlagene Standort Grauten Ihl. Dies insbesondere, wenn eine Anbindung von Kamp­straße oder Auf dem Esch an den neuen Kreisverkehr erfolgen würde („alter“ Vorschlag der UBG).

Bei den Standortüberlegungen sind aber auch zu berücksichtigen:

  • Anschluss an evtl. vorhandene Ver- und Entsorgungsleitungen;
  • Verkehrliche Zufahrtsregelung
  • Parkmöglichkeiten
  • Belange der Anwohner
  • Rettungsschutz (Hydranten in der Nähe)
  • Vermeidung von Zersiedelung

Wichtig ist der SPD  insbesondere eine am aufgezeigten Bedarf orientierte zeitnahe Realisierung. Bei dem von der Verwaltung vorgeschlagenen Standort in Nottuln Nord befürchtet die SPD Nottuln jedoch ggf. Verzögerungen für einen möglichen Maßnahmebeginn, hält aber grundsätzlich den Standort für geeignet. So wird ein Flächenerwerb nur im Rahmen des andauernden Umlegungsverfahrens möglich sein. Eine Verwendung von Flächen, auf die die Gemeinde schneller Zugriff hat (eigene Flächen oder käuflicher Erwerb), wird helfen, die akuten Bedarfe an KiTa-Plätzen rechtzeitig zu erfüllen.

 

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