Auch in Nottuln: „Länger gemeinsam lernen!“

Veröffentlicht am 18.06.2011 in Kommunalpolitik

SPD-Ratsfrau Renate Brülle-Buchenau

Auf der letzten Vorstandssitzung der SPD Nottuln war die zukünftige Schulentwicklung vor dem Hintergrund rückläufiger Schülerzahlen das Schwerpunktthema. „Betrachtet man allein die rückläufigen Geburtenzahlen der letzten Jahre, so werden in nächster Zeit die Einschulungen voraussichtlich um etwa 25 % zurück gehen“, stellte Renate Brülle-Buchenau in einem Diskussionspapier fest. „Leider ist davon auszugehen, dass dieser Trend sich auf absehbare Zeit nicht mehr umkehren wird. Auch die umliegenden Gemeinden des Münsterlandes haben mit diesem Schülerrückgang zu kämpfen“, so die SPD-Ratsfrau weiter.

Ganz wichtig ist den Nottulner Sozialdemokraten, so waren sich alle Anwesenden gleichermaßen einig, dass trotz rückläufiger Schülerzahlen der Besuch der Grundschule in allen Ortsteilen ermöglicht werden sollte. „Kurze Beine – kurze Wege“ ist für die SPD Nottuln ein wichtiger Standortfaktor. Aber die demographische Entwicklung wird auch Auswirkungen auf alle drei weiterführenden Schulen in Nottuln haben. Sowohl die Hauptschule als auch die Realschule und das Gymnasium werden mittelfristig weniger Anmeldungen zu verzeichnen haben. Billerbeck hat schon im vorigen Jahr die Konsequenz aus der ähnlichen Entwicklung der Schülerzahlen gezogen und in Einvernehmen zwischen den Eltern und den dortigen Parteien eine Gemeinschaftsschule eingerichtet. Wir meinen, fatal wäre es für Nottuln, wenn die umliegenden Gemeinden attraktive neue Schulformen errichten und zusätzlich Schüler aus Nottuln abziehen würden. Das könnte den Schulstandort Nottuln im Bereich der weiterführenden Schulen insgesamt gefährden. Als Alternative sieht die SPD daher nur eine Schulform, in der die Schüler nach dem Abschluss der Grundschule über die drei bisher in Nottuln vertretenen Schulformen hinweg länger gemeinsam lernen können. Die SPD-geführte rot-grüne Landesregierung strebt gemeinsam mit der Opposition bis zur Sommerpause eine Änderung des Schulgesetzes an. Dabei sollen Eltern vor Ort über Alternativen zu dem bisherigen dreigliedrigen Schulsystem entscheiden können. Wichtig ist der SPD Nottuln, dass insbesondere Eltern bei diesem Thema mitdiskutieren. So ist geplant, in einer öffentlichen Veranstaltung gemeinsam mit interessierten Eltern und den anderen politischen Parteien über eine mögliche attraktive Schulentwicklung in Nottuln zu diskutieren. Schon in Kürze wird die Einladung zu einer ersten Veranstaltung zu diesem Thema erfolgen.

 

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