Gewerkschaften leiten Ende des Verzichts ein

Veröffentlicht am 10.02.2012 in Arbeit und Wirtschaft

2012 könnten Löhne wieder steigen – real. Nach der IG Metall haben nun die Gewerkschaften für den öffentlichen Dienst ihre Tarifforderung auf den Tisch gelegt: 6,5 Prozent mehr fordern ver.di und der Beamtenbund. Die SPD unterstützt Lohnzuwächse – zu lange schon hätten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer Verzicht geübt, mahnt der Parteivorsitzende.

Die rund zwei Millionen Beschäftigten im Bund und den Kommunen sollen 6,5 Prozent mehr Geld bekommen – mindestens 200 Euro. Am Donnerstag machten die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di und der Deutsche Beamtenbund dbb ihre Forderungen für die anstehende Tarifrunde öffentlich. Die Laufzeit soll zwölf Monate betragen. Am 1. März sollen die Verhandlungen in Potsdam starten.

Zuvor hatte bereits die IG Metall für die Beschäftigten in ihrer Branche Lohnzuwächse in derselben Höhe gefordert.

Damit könnten nach Jahren der Lohnzurückhaltung die Einkommen in wichtigen Bereichen auch wieder real steigen und damit die Beschäftigten am Aufschwung beteiligt werden.

Experten halten die Entwicklung für überfällig – wiederholt haben gerade internationale Organisationen von der OECD bis zur UN Deutschland einen zu schwachen Binnenmarkt attestiert. Zuletzt hatte außerdem das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung auf Spielräume für deutliche Lohnerhöhungen hingewiesen (s. hier).

Auch die SPD fordert seit langem ein Ende des Verzichts. „2012 muss das Jahr der fairen Löhne werden“, bekräftigte Parteichef Sigmar Gabriel in der Rheinischen Post (Freitag). „Die Arbeitnehmer haben in den letzten Jahren Verzicht geübt. Jetzt müssen sie auch am Aufschwung fair beteiligt werden. Nur die Preissteigerungsraten auszugleichen, reicht nicht“, so Gabriel.

Dabei ist dem SPD-Vorsitzenden klar, dass kräftige Lohn- und Gehaltszuwächse im öffentlichen Dienst „nicht jeden Stadtkämmerer erfreuen“ werden. Verantwortlich für die desolate Finanzlage der Kommunen seien aber nicht die Mitarbeiterinnen und Mitarbieter bei der Müllabfuhr oder im Einwohnermeldeamt.

„Verantwortlich ist zu allererst eine Politik der Merkel-Koalition, die den Städten und Gemeinden durch unsinnige Steuersenkungen nochmals hunderte von Millionen Euro Finanzmittel entziehen will. Und statt den Städten und Gemeinden mehr Geld für ihre Kindertagesstätten zu geben, will die Bundesregierung 1,5 Milliarden Euro für das Betreuungsgeld ausgeben – und Eltern Geld dafür geben, dass sie ihr Kinder nicht in den Kindergarten bringen“, kritisiert Gabriel.

„So wird das Geld verschwendet, dass die Kommunen dringend brauchen. Dass es auch anders geht zeigt Übrigens die SPD-geführte Landesregierung von Hannelore Kraft: sie greift den Kommunen auch in schwierigen Zeiten unter die Arme."

 

Ihr Kontakt zur SPD Nottuln

Sie erreichen die SPD Nottuln per E-Mail. Schreiben Sie gerne an ov@spd-nottuln.de oder besuchen Sie unsere Facebook-Seite.

Vision 2025

Unsere Vision:

Nottuln im Jahr 2025

Jetzt lesen...

Besuch uns auf

Komm in unsere Mitte

Nottuln-Event-Kalender

SPD auf YouTube

SPD Nottuln teilen

News auf einen Blick

19.11.2017 19:01 „Das wird eine Koalition des Misstrauens“
SPD-Fraktionschefin Andrea Nahles kritisiert das Gegeneinander der Jamaika-Parteien. Und sie erklärt, was die SPD-Fraktion tun muss, um die Menschen wieder besser zu erreichen. Interview mit Andrea Nahles von der Funke Mediengruppe auf spdfraktion.de

16.11.2017 09:26 Im Bereich Digitalisierung wagt Jamaika keinen großen Wurf
Bundeskanzlerin Merkel und FDP-Chef Lindner haben zur Digitalisierung Deutschlands in den letzten Monaten große Ankündigungen gemacht. Davon ist bei den „Jamaika“-Sondierungen wenig zu sehen, kritisiert Lars Klingbeil, netzpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion. Mit „Trippelschritten“ könne Deutschland seinen gewaltigen Rückstand nicht aufholen. „Im Bereich Digitalisierung wagt Jamaika keinen großen Wurf. Das Zukunftsthema Nummer eins wird wie ein Randthema behandelt.

16.11.2017 09:25 Bezahlbarer Wohnraum darf kein Luxus sein
Laut einer aktuellen Schätzung sind in Deutschland etwa 860.000 Menschen wohnungslos, Tendenz steigend. Trotz wachsender Zahlen von Baugenehmigungen und fertiggestellten Wohnungen ist offensichtlich, dass sich der Ausstieg der öffentlichen Hand aus dem Wohnungsbau nun in steigender Wohnungsnot niederschlägt. „Die SPD-Bundestagsfraktion sieht dringenden Handlungsbedarf für mehr sozialen Wohnungsbau. Wir wollen deshalb den von Bundesbauministerin Hendricks eingeschlagenen

Ein Service von websozis.info

Mitmachen

Mitglied werden!

Jetzt online

Besucher:758101
Heute:7
Online:1