Kein Kind zurücklassen - eine Initiative der SPD geführten Landesregierung

Veröffentlicht am 07.04.2012 in Familie und Jugend

Milliardeninvestitionen in die Kinderbetreuung könnten sich für die öffentlichen Haushalte innerhalb von rund zwei Jahrzehnten rechnen. Das geht aus einer gemeinsamen Untersuchung des Bundesfamilienministeriums, des Deutschen Roten Kreuzes und es Institut der deutschen Wirtschaft hervor.

Der hohe Stellenwert frühkindlicher Bildung für die spätere Entwicklung der Menschen ist unbestritten. Das Angebot in der frühkindlichen Bildung muss sozial gerecht, bedarfsgerecht und qualitätsorienteiert sein. Mit dem 2008 in Kraft getretenen Kinderbildungsgesetz (KiBiz) war ein Weg eingeschlagen worden, der diese Ziele nicht erreicht. Daher hat die rot-grüne Koalition im Dialog mit Eltern, Trägern, Kommunen und Beschäftigen sowie den entsprechenden Verbänden und anderen Regionalkonferenzen zu Evaluation des KiBiz durchgeführt und dabei die Betroffenen wieder zu echten Beteiligten gemacht. Die SPD-Fraktion führte landesweit 50 Veranstaltungen durch an denen über 3000 Interessierte teilnahmen.

Im Rahmen des Projektes „Kein Kind zurücklassen“ sollen die Kinder und ihre Familien von der Geburt bis zum Start ins Berufsleben bessere Unterstützung bekommen. Dazu sollen Hebammen, Kitas, Schulen, Ärzte, Polizei und Jugendämter besser miteinander kooperieren.

Bestehende und zukünftige Maßnahmen im Bereich vorbeugender Politik auf Landes- und auf kommunaler Ebene sollen besser aufeinander abgestimmt werden. Wir müssen wegkommen von einem System, das den Städten und Gemeinden immer höhere soziale Lasten aufbürdet. Wir müssen hinkommen zu einem Konzept, das soziale Reparaturkosten gar nicht erst entstehen lässt. Dafür hatte das Land mit der Bertelsmann Stiftung ein gemeinsames Modellvorhaben für den Ausbau vorbeugender Strukturen in den Kommunen auf den Weg gebracht. „Kein Kind zurücklassen! Kommunen in Nordrhein-Westfalen beugen vor“ lautet die Leitlinie des Vorhabens, an dem sich 18 Städte und Kreise beteiligen, die durch frühzeitige vorbeugenden Maßnahmen soziale Folgekosten senken wollen.

Die Reparaturkosten mangelhafter Sozialpolitik und die dadurch verursachten Steuerausfälle belaufen sich auf insgesamt fast 24 Milliarden Euro im Jahr. Kurzfristig könnten jedoch durch Vorbeugung bereits rund 2,5 Milliarden Euro in der Jugendbilanz eingespart werden. Hannelore Kraft sieht sich durch die Prognos-Untersuchung in ihrem Ansatz einer vorbeugenden Politik bestätigt. „Der Grundsatz Vorsorge ist besser als Nachsorge ist richtig und muss dringend in praktische Politik umgesetzt werden“. So spart das Land teure Reparaturkosten, die Ausgaben sinken und gleichzeitig steigen die Wirtschaftskraft und damit die Einnahmen.

Die Förderung von Familien und Kindern ist zentrales Ziel der SPD. Wir setzen daher auf eine gezielte, vorbeugende Politik, die die Chancengerechtigkeit und Entwicklungsmöglichkeit jedes einzelnen Kindes verbessert und gleichzeitig zur Entlastung der öffentlichen Haushalte von sozialen Folgekosten führt.

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