KITA

Veröffentlicht am 08.09.2007 in Presse

„Wir wollen Havixbeck nicht ausbluten lassen“

Nottuln/Havixbeck. Die Gemeinde Nottuln hat sich festgelegt: Der Rat ist dem Antrag der Kindertagesstätte Baumberger Strolche gefolgt und hat sich einstimmig bei einer Enthaltung dafür ausgesprochen, 50 Prozent des gesetzlichen Trägeranteils zu übernehmen, wenn nach der geplanten Fusion mit der Havixbecker Kita Lummerland eine zweite Gruppe eröffnet wird. Damit ist jetzt die Havixbecker Politik am Zug.Die hatte bisher nur spitz abrechnen und pro Kind zahlen wollen. Eine Vorgehensweise, vor der Nottulns Beigeordneter Klaus Fallberg am Dienstag im Rat ausdrücklich warnte. „Es gibt in jeder Kommune etliche Kinder, die in Kitas anderer Kommunen gehen. Wenn wir anfangen, das alles einzeln zu verrechnen, haben wir einen riesigen Verwaltungsaufwand für ein paar Euro.“ Fallberg verwies im Übrigen darauf, dass bereits seit Gründung der Baumberger Strolche (1991) Havixbecker und Billerbecker Kinder die Einrichtung besuchen. In der Vergangenheit habe Nottuln die Kosten allein übernommen, wehrte er sich gegen in der Öffentlichkeit erhobene Vorwürfe, die Gemeinde Nottuln wolle sich bereichern.Bedenken hatte Roswitha Roeing-Franke (CDU). Sie könne nicht unterstützen, dass möglicherweise in Havixbeck eine Gruppe geschlossen werden müsste, wenn die Lummerland-Kinder zu den Strolchen gehen. Die Gefahr, dass im nächsten Jahr „die Diskussion über eine Gruppenschließung“ in Havixbeck drohe, bestätigte Klaus Fallberg. Er merkte aber auf der anderen Seite an, dass die Havixbecker Eltern gezielt zu den Baumberger Strolchen wollen und nicht in eine andere Tagesstätte in Havixbeck. Stefan Kohaus (Grüne) pflichtete dem bei: „Wir lassen die Havixbecker nicht ausbluten.“Dass die Strolche ein Betreuungsangebot vor allem für auch weit unter Dreijährige bereithalten, das sie von anderen Kitas unterscheidet, das betonten nicht nur mehrere SPD-Politiker, sondern auch Fachbereichsleiter Benedikt Gellenbeck: „Die Baumberger Strolche sind eine hervorragende Einrichtung, der Standort sollte gesichert werden.“ Im Blick auf die neue Gesetzeslage werde das Überleben für kleine Kindertagesstätten schwerer. Dem wolle man bei den Strolchen mit der zweiten Gruppe begegnen. „Wenn Havixbeck nicht mitmacht, müssen die Baumberger Strolche sich etwas Neues überlegen.“Die Finanzierung der bestehenden einen Gruppe jedenfalls ist sicher. Im Ratsbeschluss heißt es dazu: „Bis zum Betrieb der zweiten Gruppe bleibt es bei der Übernahme des vollen gesetzlichen Trägeranteils.“ Jetzt blickt alles gespannt nach Havixbeck.

Samstag, 08. September 2007 | Quelle: Münstersche Zeitung (Nottuln)

 

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