Leserbrief - Antwort Ratsfrau Renate Brülle-Buchenau (SPD Nottuln)

Veröffentlicht am 04.03.2008 in Presse

Leserbrief

Antwort auf Herrn Lütkecosmann (CDU-Ratsherr Nottuln)

Wenn man, wie ich, aufmerksam den letzten Sitzungen zur Fotovoltaik gefolgt ist, konnte man bei einer Vielzahl der von der CDU gestellten Fragen, von denen übrigens keine einzige ohne befriedigende Antwort der Verwaltung blieb, durchaus den Eindruck gewinnen, dass es da keineswegs um die Klärung von Sachverhalten ging sondern um den fast schon verzweifelten Versuch, irgendein Haar in der Suppe zu finden.

Ich finde es geradezu beschämend, wie Herr Lütkecosmann versucht, der Verwaltung zu unterstellen, sie habe das Projekt „ schön gerechnet“.
Tatsache ist: alle Berechnungen der Verwaltung gehen von der gesicherten Minimalleistung der Anlage aus, obwohl nicht nur die Gemeinde Nottuln, die schon mehrere Anlagen auf gemeindeeigenen Dächern betreibt, sondern auch alle privaten Kollektorbesitzer in den letzten Jahren eine deutlich höhere Ausbeute an Strom erzielt haben, als zuvor berechnet.

Die Wartungskosten und der Ersatz der Wechselrichter sind Bestandteil der Kalkulation, wie Herr Lütkecosmann sehr wohl weiß. Tatsache ist weiterhin: selten haben wir eine Investition getätigt, bei der es so viele konstante Größen gibt. Das Land NRW garantiert für 20 Jahre die Einspeisevergütung. Die Kredite sind langfristig abgesichert und so günstig, dass es sogar billiger für die Gemeinde ist, ohne Eigenkapital zu arbeiten und das liegt keineswegs an den „ Rechenkünsten“ des Kämmerers, sondern an den Merkwürdigkeiten des Finanzmarktes.
Der einzige variable Faktor ist im Augenblick noch der genaue Anschaffungspreis der Module, da der den Schwankungen des Marktes unterliegt. Sollte er gravierend von der Kalkulation abweichen, wird im Rat erneut beraten. Das ist Bestandteil des Beschlusses. Die Erschließung jedes Bau- oder Gewerbegebietes ist Risiko reicher, wie wir in Appelhülsen schmerzlich erfahren mussten.

Bleibt noch die Sache mit der wertvollen landwirtschaftlichen Fläche. Offensichtlich sieht die CDU-Faktion die Sache deutlich anders als die Landwirtschaftskammer, die die Fläche wegen der schlechten Bodenqualität und des ungünstigen Zuschnitts für verzichtbar hält und das Fotovoltaikprojekt befürwortet. Tatsache ist, die Landwirte brauchen dringend Fläche, aber keineswegs zum Anbau von Weizen, um die Ernährungslage der Weltbevölkerung sicher zu stellen, sondern zum Ausbringen von Gülle aus ihren Biogasanlagen, die genau so vom Land gefördert werden wie Solarenergie oder Windkraft.
Die Bürger Appelhülsens, die im Abstand von 250 m von der in Frage stehenden Fläche wohnen, werden wissen, was ihnen lieber ist:
Eine Fotovoltaikanlage ohne jede Emissionen. oder der „ Geruch“ von Gülle.

Renate Brülle-Buchenau
Ratsfrau

 

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