Leserbrief zu "Keine Festlegung auf Wohnbebauung"

Veröffentlicht am 28.10.2006 in Ratsfraktion

Überplanung Raiffeisen-Gelände - SPD-Antrag
Leserbrief von Wolf Haase

Keine Festlegung auf Wohnbebaueung
Überplanung Raiffeisen-Gelände

-luw- Appelhülsen. Bis die Raiffeisen Steverland ihr Domizil an der Bahnhofsstraße in Appelhülsen verlassen wird, vergeht zwar noch einige Zeit, doch schon jetzt kursieren Ideen, wie dann die brachliegende Fläche genutzt werden kann. Mit der Zukunft dieses Geländes befasst sich auch ein SPD-Antrag, der am Mittwoch im Ausschuss für Gemeindeentwicklung diskutiert wurde, Die SPD beantagte, dass die Verwaltung gemeinsam mit der Steverland Pläne entwickelt. Und dach der Aussage von Andreas Winkler (SPD) ist damit die Überplanung des Geländes für eine Wohnbebauung gemeint. Diese Vorfestlegung fand im Ausschuss keine Mehrheit, zumal auch Zweifel daran geäußert wurden, ob angesichts der Nähe zur Bahn dort attraktive Wohnflächen geschaffen werden können.
Was auf dem Steverland-Gelände entstehen könnte, darüber können sich übrigens Appelhülsener am 8. November informieren. Im Rahmen einer öffentlichen CDU-Veranstaltung will das Büro Deilmann seine Ideen vorstellen (20 Uhr, Kaminzimmer Bürgerzentrum).

Leserbrief, 28. Oktober 2006, Westfälische Nachrichten
"Hier wurde eine Chance vertan"
„Man könne sich inhaltlich mit dem Antrag der SPD (Umwandlung eines Gewerbegebiet in Wohnbebauung) identifizieren“, so die Diskussionsbeiträge aller anderen Fraktionen, „aber man halte diesen Antrag für überflüssig“, weil „nichts Neues" - also lehnt man ihn ab - !?
Nur, mit diesem Inhalt und Ziel wurde ein Antrag in der Vergangenheit überhaupt noch nicht formuliert: Bisherige Anträge zielten immer auf die Unterstützung einer Verlagerung einer wichtigen ortsansässigen Firma in Richtung Gewerbegebiet Beisenbusch, nicht aber auf eine Gestaltung des frei werdenden Geländes. Der wesentliche innovative Impuls ist zudem die Vision einer städtebaulichen Einbeziehung des Geländes am Bahnhof! Diese zukunftsweisenden Initiativen sind Hintergrund des SPD-Antrages.
Wir wollen endlich eine attraktive Ortseingangssituation aus Richtung Senden kommend schaffen. Wir sehen, dass die Vermarktung des Bahnhofsgebäudes zur Zeit kaum zu erreichen ist; also schlagen wir den Weg einer Gesamtkonzeption vor: Bahnhof mit einem gelungenen Umfeld. Dazu wünschen wir uns die Vorplanung einer modernen und zukunftsorientierten Wohnbebauung auf dem jetzigen Gewerbegelände – eine Aufwertung für Appelhülsen, eine Aufwertung für Nottuln!
Natürlich ist auch der SPD bewusst, dass nicht in das eigenverantwortliche Handeln von Verkäufer und möglichen Investoren eingegriffen werden darf. Aber es liegt in der Verantwortung der Politik, frühzeitig Signale zu geben und die Voraussetzungen zu schaffen, dass sich Appelhülsen sinnvoll und attraktiv entwicklen kann, und dass im Interesse der Bürgerinnen und Bürger ein qualitativ hochwertiges Entrée am und mit dem Bahnhof geschaffen wird.
Der SPD-Antrag sollte auch möglichen Interessenten zeigen, dass die Politik offen ist für innovative und umfeldbezogene Planungen, er sollte zeigen, dass man hier „etwas machen kann“, er sollte aber auch verdeutlichen, dass die Mitglieder des Rates durchaus auch wissen wollen, was da passiert, d.h. die Ideen von Architekten unterstützend begleiten möchten.
Warum dann vorrangig CDU und FDP diesen SPD Antrag abgelehnt haben („das ist das Geschäft der Verwaltung“, so Ratsherr Dr. Geuking), der zu einer Beschleunigung des Verfahrens beitragen sollte, hat leider wohl eher etwas mit parteitaktischem Verhalten als mit Arbeit an der Sache zu tun. Nach meiner Meinung ist diese Art kommunalpolitischer Arbeit im Rahmen von sachbezogener Themen eher schädlich als förderlich, hier wurde eine Chance vertan.
Wolf Haase (Vorsitzender der SPD-Fraktion)

 

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