Mehr "Netto" für Appelhülsen?

Veröffentlicht am 27.01.2009 in Kommunalpolitik

Die Ansiedelung des Discounters „Netto“ in Appelhülsen direkt ggb. dem vorhandenen Supermarkt K+K wird in der Appelhülsener Bürgerschaft kontrovers diskutiert. Bereits im Oktober des letzten Jahres wurde ein erstes Konzept hierzu vorgestellt. Zur Sitzung des Ausschusses für Gemeindeentwicklung, Umwelt und Ordnungswesen am 28.01.09 legte die Verwaltung eine überarbeitete Beschlussvorlage vor. In dieser Sitzung wurden Planungsänderungen durch die Verwaltung diskutiert und die Verwaltung beauftragt, das Verfahren weiter voranzutreiben. Die endgültige Abstimmung über die Ansiedlung wird in einer der nächsten Ratssitzungen erfolgen.

Ausgelöst durch eine Initiative örtlicher CDU-Mitglieder fand die „Netto Marken-Discount GmbH & Co. oHG“ offensichtlich Gefallen an dem Standort in Appelhülsen zwischen Lindenstrasse und Ahornweg. Der Betreiber ist nach eigenen Angaben eine stark wachsende Einzelhandelsgesellschaft im Verbund mit der Einzelhandels-Kette „plus“. Gemeinsam konkurrieren sie mit den beiden führenden Discountern „Aldi“ und „Lidl“ um Marktanteile.

Schon direkt nach Bekanntwerden des Projektes formierten sich dessen Gegner. Hierzu zählen verständlicherweise die direkten Anwohner. Sie befürchten die genannte erhöhte Lärmbelästigung und zusätzliche Verkehrsbelastung sowie einen Wertverlust ihrer Grundstücke. Zudem sehen sie sich getäuscht, da beim Kauf der Grundstücke von einer solchen Nutzung des Geländes keine Rede gewesen sei. Auch wird bezweifelt, dass an dem Standort zwei Märkte auf Dauer wirtschaftlich überleben können. Dem Standort Appelhülsen sei letztlich mit einer, schlimmstenfalls gar zwei zusätzlichen Leerständen nicht gedient.

Dagegen sehen die Befürworter des Projektes einen Vorteil in der zusätzlichen Vor-Ort-Versorgung in Appelhülsen. Gerade der Wettbewerb mit dem vorhandenen K+K-Markt wird als für die Kunden postiv gesehen. Die Hoffnung wird geäußert, dass Kunden, die heute in Senden, Buldern oder in anderen Gemeinden einkaufen, dies künftig in Appelhülsen vor Ort tun und somit Kaufkraft im Ort gehalten wird. Hinsichtlich des wirtschaftlichen Erfolges vertraut man auf das entsprechende Interesse des Investors. Der würde diese Investition unterlassen, wäre er nicht von dem Erfolg des Projektes überzeugt – und auch die K+K-Markt-Betreiber befürworteten die Ansiedelung des „Netto“-Marktes.

Mit der neuen Beschlussvorlage kommt die Gemeindeverwaltung den Gegnern des Projektes insoweit entgegen, dass die Anlieferung für beide Märkte bis auf eine Ausnahme ausschließlich über die Einfahrt an der Lindenstraße erfolgen soll. (Die Ausnahme ist ein Sattelzug, der heute dreimal je Woche anliefert und aufgrund seiner Größe nicht auf dem Parkplatz wenden kann.). Weiterhin soll nunmehr nur eine mittige Zufahrt am Ahornweg für beide Märkte geschaffen werden. Eine Verkehrsberuhigung am Ahornweg wird in Aussicht gestellt und die geplante Lärmschutzwand von 2 auf 3 Meter erhöht und von 20 auf 25 Meter verlängert. Wörtlich heißt es jedoch auch in der Vorlage: „Dennoch können nicht alle Bedenken der Anwohner ausgeräumt werden. Fakt ist, dass die Lärmbelastung – wenn auch im gesetzlichen Rahmen – steigt, und die verkehrliche Belastung auf den ersten Metern des Ahornweges zunimmt“.

 

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