Sekundarschule Nottuln: Entscheidungen stehen bevor

Veröffentlicht am 09.10.2011 in Schule und Bildung

Bevor in den nächsten Wochen in den Ausschüssen über eine Sekundarschule in Nottuln entschieden wird, nahmen Mitglieder der SPD Fraktion die Gelegenheit wahr, sich in Dülmen auf einer Veranstaltung zum Thema: „Auf dem Weg zur Sekundarschule“ zu informieren. Professor Dr. Rainer Bovermann, MdL, erläuterte in der Diskussion mit den Vertretern aus allen Fraktionen des Kreises noch einmal die Zielsetzungen, die mit der Einrichtung einer Sekundarschule verbunden sind. Primäres Anliegen sei es, neben dem längeren Lernen, vor allem dem demografischen Wandel zu begegnen, der in naher Zukunft die Schullandschaft über die kommunalen Grenzen hinaus verändern wird.

Heiße Nadeln sind gefärlich Klaus Fallberg, als Kämmerer Nottulns eingeladen, verdeutlichte ebenfalls aus Sicht der Verwaltung, die Notwendigkeit einer Sekundarschule in Nottuln, die bei uns natürlich nur über die Trägerschaft der Kirche zu machen sei. Die Diskussionsteilnehmer sprachen sich zwar definitiv für die Schulform „Sekundarschule“ als realistische Alternative zu den schulischen Entwicklungen in den ländlichen Gemeinden aus, verwiesen aber auch darauf, dass „mit der heißen Nadel gestrickte Projekte“ eher kontraproduktiv wären. Man solle auch die Eltern mit ins Boot holen, obwohl hier nicht konkret zu sehen ist, welche Adressaten abzufragen wären. Ungeklärte Sachverhalte Professor Rainer Bovermann verschwieg nach Rückfrage aus dem Gremium nicht, dass viele Sachverhalte, wie zum Beispiel Lehrpläne, Lehrerausbildung, Gehaltsstrukturen oder Prüfungsordnungen aufgrund des noch frühen Stadiums der Beschlüsse noch nicht vorhanden sind. Unterstützung in dieser Haltung erhielt er von Clemens Roggenbuck der GEW Münster und vom Schulleiter der Johann-Conrad-Schlaun-Gesamtschule in Nordkirchen, Hans-Dieter Tigges. (Foto von l. n. r. Hans-Dieter Tigges, Clemens Roggenbuck, André Stinka, Michael Volbers, Claudia Jürgens, Wolf Haase, Klaus Fallberg, Prof. Dr. Rainer Bovermann) Hohe Kosten bei klammen Kassen Aufmerksam hörten die Nottulner Sozialdemokraten, dass – entgegen der Kostenberechnungen aus den Vorlagen zu den Ausschüssen von 1,75 Millionen – der Kämmerer in dieser Runde von erwarteten 2,5 Millionen sprach, einer Summe, die von den anwesenden Experten als noch recht niedrig eingestuft wurde. Viele Defizite Der von den Befürwortern der Sekundarschule als zwingend notwendig erachtete „Gebundene Ganztag“ würde in Nottuln aus Kostengründen wohl eher nicht machbar sein. Ein entscheidendes Manko neben weiteren inhaltlichen Defiziten, wie die Umsetzung der Inklusion, Mitsprache in den Schulgremien, Schüleraufnahmen und Unterricht anderer Konfessionen, sowie Lehrereinstellungsverfahren (im Übrigen von allen Fraktionen von der Kirche im Vorfeld als Grundbedingungen eingefordert). Sekundarschule ja - so aber nicht! Eine Sekundarschule in dieser Form wäre eine „Mogelpackung“, die den sozialdemokratischen Grundsätzen nicht entspricht. Die Nottulner Sozialdemokraten sahen nach dieser Diskussion keinen entscheidenden Grund, die Schullandschaft in Nottuln schon zum nächsten Schuljahr so grundlegend und tiefgreifend – insbesondere auch in Hinblick auf die Finanzmittel - zu verändern. Sollten seitens der Verwaltung in den nächsten Ausschüssen nicht wirklich neue und nachvollziehbare Argumente für eine solch schnelle Veränderung in Nottulns Schullandschaft vorgebracht werden, werden sich die Sozialdemokraten gegen die Schließung der Hauptschule und Umwandlung der Real- in eine Sekundarschule aussprechen. Dann würde seitens der SPD vorgeschlagen, Haupt– und Realschule in der jetzigen Form erst einmal weiter zu führen, sich aber ebenfalls auf den Weg zu machen, gemeindeübergreifende Lösungen ins Auge zu fassen, die eine verträgliche Lösung für unsere Schüler in der Zukunft garantieren. Wolf Haase (Fraktionsvorsitzender der SPD Nottuln)

 

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