SPD-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft zum schulpolitischen Konsens in NRW

Veröffentlicht am 19.07.2011 in Schule und Bildung

SPD-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft

Ich freue mich, Ihnen heute verkünden zu können, dass wir gemeinsam nach intensiven, teilweise auch kontroversen, aber stets fairen und konstruktiven Verhandlungen ein Ergebnis erreicht haben: Wir, die Landesregierung von SPD und Bündnis 90/Die Grünen, haben uns mit der CDU auf einen Schulkonsens für Nordrhein-Westfalen verständigt! Wir sind uns einig, die seit Jahrzehnten mit großer Heftigkeit geführte Debatte über die richtige Schulstruktur zu beenden! Wir haben für Nordrhein-Westfalen einen Schulfrieden für die kommenden 12 Jahre geschlossen! Denn wir sind zusammen der festen Überzeugung, dass dies der einzig richtige Weg ist für unser Land! Dieser Schulkonsens ist eine historische Verständigung im Interesse Nordrhein-Westfalens! Der Streit um die richtige Schulstruktur gehört nun der Geschichte an.

Dieser Kompromiss, den wir miteinander vereinbart haben, kennt nur Gewinner: Denn Gewinner sind die Schülerinnen und Schüler, die Eltern, die Lehrerinnen und Lehrer und unsere Städte und Gemeinden. Sie alle haben nun 12 Jahre Planungssicherheit und Verlässlichkeit. Sie wissen nun über mehrere Wahlperioden hinweg, dass zentrale Eckpfeiler der Schulpolitik fest stehen. Dieser Schulkonsens ist ein echter Kompromiss: Das bedeutet, dass die Beteiligten zu Abstrichen bereit waren.Wir alle mussten und haben uns bewegt – wir von der SPD und Bündnis 90/Die Grünen, aber auch die CDU. Ich möchte mich ausdrücklich bei der CDU bedanken, dass sie zu diesen Zugeständnissen bereit war und sich in den Dienst unseres Landes gestellt hat und gemeinsam mit uns Verantwortung für eine gute Zukunft Nordrhein-Westfalens übernommen hat. Zu diesem Kompromiss gehört, dass beide Seiten ihre Vorschläge für eine Weiterentwicklung des Schulsystems, die Gemeinschaftsschule und die Verbundschule, an einem entscheidenden Punkt der Verhandlungen vom Tisch genommen haben, um gemeinsam an den zentralen Eckpunkten für eine neue Schulform für Nordrhein-Westfalen zu arbeiten: Wir bringen in der Sekundarschule die positiven Eigenschaften beider Schulformen zusammen. Denn entscheidend ist nicht, wie die Schule heißt, sondern was sie leistet: Wir wollen gemeinsam, dass alle Kinder mehr lernen und optimal individuell gefördert werden, um ihren Talenten, Begabungen und Entwicklungschancen gerecht zu werden – unabhängig von ihrer (sozialen) Herkunft! Den schulpolitischen Kompromiß im Wortlaut lesen Sie hier!

 

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