Statt kurzsichtigen Entlassungen sinnvolle Ausnutzung der Kurzarbeit

Veröffentlicht am 15.05.2009 in Arbeit und Wirtschaft

Angelica Schwall-Düren

„Völlig entsetzt haben wir von der Massenentlassung verschiedener Firmen im
Münsterland erfahren, wie zum Beispiel bei Donaldson in Dülmen oder
Schmitz-Cargobull in Altenberge“, reagierten die Coesfelder
Bundestagsabgeordnete Angelica Schwall-Düren und der Landtagsabgeordnete
André Stinka auf die Ankündigungen der letzten Zeit.

„Es ist nicht nur unsozial, wie der Betriebratsvorsitzende von Donaldson Thomas Potthoff am Freitag erklärte, es ist auch völlig kurzsichtig, ein Drittel seiner Mitarbeiter zu kündigen, ohne das Instrument der Kurzarbeit mittelfristig wirken zu lassen“, meinte der Landtagsabgeordnete. „Priorität der Politik, aber auch der Wirtschaft sollte es sein, so viele Menschen wie möglich in Beschäftigung zu halten. Der Einsatz für Arbeit ist eine Frage der Solidarität, aber auch der Vorsorge“, ergänzte Stinka. Für die Bundestagsabgeordnete Schwall-Düren ist Kurzarbeit dazu das wichtigste Instrument. Deshalb wird es eine Verlängerung der Bezugsdauer geben, sowie eine vollständige Übernahme von Sozialversicherungsbeiträgen vom siebten Monat an.

„Die Zeit der Unterbeschäftigung soll für Ausbildung, Fortbildung und Qualifizierung genutzt werden“, erklärte die Bundestagsabgeordnete. „Damit werden die Weichen für künftigen wirtschaftlichen Erfolg gelegt. Alle notwendigen Instrumente und Förderungen stehen zur Verfügung“, meinte André Stinka.

 

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