03.04.2014 in Frauenpolitik

...Und Raus bist Du. Minijobs und Teilzeit nach Erwerbspausen

 

Anlässlich des diesjährigen Equal Pay Day am 21.03.2014 hatte die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen im Unterbezirk Coesfeld (AsF) zu einer Informations- und Diskussionsveranstaltung  nach Nottuln eingeladen.

Anke Pohlschmidt, Asf Vorsitzende im Kreis Coesfeld und Manfred Kunstlewe, Vorsitzender der Nottulner SPD, begrüssten die Anwesenden.

Frau Barbara Ossyra, Leiterin der Agentur für Arbeit Coesfeld informierte über die Situation im Kreis Coesfeld und Andre Stinka, Generalsekretär der NRW SPD, gab ein Statement zum Equal Pay Day der NRWSPD ab.

Schnell entstand eine angeregte und lebhafte Diskussion unter den anwesenden Frauen.

Die von Frau Ossyra mitgebrachten Zahlen sprachen für sich. Frauen erhalten durchschnittlich 22% weniger Lohn für gleiche Arbeit als Männer. (Auf EU- Ebene sind es „nur“ 17%).

2/3 der geringfügig Beschäftigten sind im Bezirk der Agentur für Arbeit Coesfeld Frauen. Sie sind meist in den sogenannten „Minijobs“ tätig. Diese stoppen die berufliche Entwicklung, führen selten zu sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnissen, stabilisieren die existenzielle Abhängigkeit und lassen die Gefahr von Altersarmut rasant ansteigen, sind also oft für Frauen eine „Falle“.

Die Arbeit an Maschinen wird immer noch höher bewertet und bezahlt als die Arbeit am Menschen! Arbeitsplätze im sozialen Bereich sind immer noch typische Frauenarbeitsplätze! Und hier schließt sich der Kreis wieder, wie eine Diskussionsteilnehmerin so treffend bemerkte.

„Bekenntnisse alleine reichen nicht aus, um diese immer noch ungerechte Bewertung von Arbeit und Bezahlung von Frauen zu beenden,“ betonte Anke Pohlschmidt. “Hier sind Politik, Gewerkschaften, die gesamte Gesellschaft und nicht zuletzt die Frauen selbst gefragt, um diese Missstände endlich auszuräumen. Klar ist, dass ein Zusammenhang besteht zwischen ungleicher Bezahlung bei gleicher Arbeit und den immer noch oft unzureichenden Rahmenbedingungen von Erwerbsarbeit“, führte Pohlschmidt weiter aus.

Einen Hoffnungsschimmer auf zeitnahe Verbesserung berufstätiger Frauen gibt es dann vielleicht doch noch, wie Andre Stinka abschliessend feststellte: Das von der aktuellen Bundesregierung in Planung befindliche Entgeltgleichheitsgesetz.

19.03.2014 in Frauenpolitik

Veranstaltung der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen zum „Equal Pay Day“ in Nottuln

 
Anke Pohlschmidt, Vorsitzende der AsF im Kreis Coesfeld

Lohngefälle zwischen Männern und Frauen beträgt 22 %

Überall in Europa verdienen Frauen weniger als Männer. Im EU-Durchschnitt sind es 16,2 Prozent. Mit einem Anteil von 22 Prozent gehört Deutschland leider immer noch zu den „Spitzenreitern“.

Seit 2008 veranstaltet daher ein bundesweites Aktionsbündnis jährlich den sogenannten Equal Pay Day,  den internationalen Aktionstag für die Entgeltgleichheit zwischen Männern und Frauen.

 

18.07.2011 in Frauenpolitik von SPD Unterbezirk Coesfeld

Chancengleichheit im Beruf

 

Zu einem gemeinsamen Gedankenaustausch und zu einer politischen Bewertung des Gleichstellungsberichtes der Bundesregierung haben sich die ASF (Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen) Unterbezirksvorsitzende Anke Pohlschmidt (Dülmen) und der Dülmener DGB Vorsitzende Ortwin Bickhove-Swiderski getroffen.
Genau vor zehn Jahren hatte sich die Wirtschaft eine Selbstverpflichtung auf Chancengleichheit von Männern und Frauen auferlegt.

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