Rede des 1. stellv. Bürgermeisters Wolf Haase anlässlich des 1. Spatenstichs für die Umgehungsstraße Nottuln

Veröffentlicht am 17.04.2013 in Kommunalpolitik

Sehr geehrte Gäste,

im Namen unserer Gemeinde Nottuln darf auch ich Sie hier alle – sowohl die Repräsentanten aus der Bundes – Landes und Regional – Politik als auch die Vertreter der Medien sowie alle geladenen Gäste zu diesem sicherlich zukunftsweisendem Ereignis für Nottuln begrüßen.

Die Notwendigkeit einer Umgehungsstraße – sowohl als regionalen als auch überregionalen Verbindungsschluss zwischen einer damals noch in Planung befindlichen A 31 und A 43 wurde seitens der Bevölkerung und der Politik schon in den 1980er Jahren erkannt. –

Die positive Erwartung als Sammelstraße in der Baumbergeregion für die Verbindungsstränge nach Schapdetten und Havixbeck sowie die Kreisstraßenanbindung nach Billerbeck zeigt sich nun auch in der endgültigen Planung der Trassenführung der heutigen Nordumgehung.
Allerdings kann und will ich auch nicht verschweigen, dass die vorgeschlagenen Umgehungsstraßen - Varianten in der Nottulner Bevölkerung sehr fachkundig aber eben oft auch emotional diskutiert wurden.

Herr Buddendieck schlug in einer 1. April-Ausgabe der Münsterschen Zeitung in den 90er Jahren einmal vor, eben aufgrund der offenkundigen Notwendigkeit einer Ortskernentlastung, Nottuln zu untertunneln. – Eine zwar nicht ernst gemeinte Idee, aber wahrscheinlich eine, die die fortwährende Diskussion seit dem Umgehungsstraßenbeschluss aus den neunziger Jahren überflüssig gemacht hätte.

Nun ist es nicht so, dass Befürworter und Gegner sich in ihren Positionen bis zum heutigen Tage wirklich angenähert hätten, aber mit dem damaligen Ratsbeschluss ist eine mehrheitliche und damit auch demokratische Entscheidung für die Ortsumgehung im Nottulner Norden gefallen, deren ersten Spatenstich wir heute vornehmen.

Ein Teil unserer Nottulner Bürger ist nun enttäuscht, dass die Ratsmehrheit sich gegen eine Südumgehung entschieden hat, nach ihrer Meinung auch gegen die Sicherheit des Wasserwerkes, gegen die Beeinträchtigung des gewachsenen historischen schützenswerten Ensembles des Stevertals und damit auch gegen ein touristisch attraktives Naherholungsgebiet.

Immerhin – und das ist gut so - hat ihr massiver Protest zu etlichen Nachbesserungen der ursprünglichen Bauplanungen vor allem in puncto Sicherheit einer eventuellen Wasserwerksbeeinträchtigung geführt.
Die fachlichen Gutachten der leitenden Behörden hatten den Ratsmitgliedern allerdings nur die Wahl der Nordumgehung gelassen, eben entweder die oder keine und dazu noch in einer äußerst knappen Gewichtung für diese Trasse, eine gravierende Entscheidung, deren Tragweite und Konsequenzen in langwierigen und auch immer noch kontroversen Diskussionen bis zum heutigen Tage und wahrscheinlich auch darüber hinaus andauern werden.

Ein anderer Teil unserer Bürger ist dagegen wirklich erleichtert und auch dankbar, dass der Bund nach langer Wartezeit die finanziellen Mittel von über18,5 Millionen Euro zur Verfügung gestellt hat.

Diese 18,5 Millionen sind als Gesamtkosten veranschlagt für sowohl den Straßenbau, die Rückhaltebecken, für den Grunderwerb als auch für die notwendigen Ausgleichsflächen und Ersatzmaßnahmen.

Hier leistet der Bund im Übrigen und dafür sei Dank eine 100%ige Finanzierung ohne Kostenanteile Dritter -, und ich denke, wir alle drücken die Daumen, dass die Gelder bei diesem Nottulner Jahrhundertwerk gut angelegt sind und vor allem ausreichen werden.

Heute ist der erste Spatenstich, verbunden mit der Hoffnung, dass der Nottulner Ortskern damit von LKW-Verkehr, Lärm und Luftverschmutzung zu einem großen Teil entlastet wird,

Meine Damen und Herren, wir sprechen hier mit Blick auf das Zieljahr 2020 von einer 50%igen Reduzierung des Gesamtverkehrs – will heißen 14000 Fahrzeuge pro Tag weniger, und sogar bis 84% Reduzierung bezogen auf den LKW-Verkehr gleich 1250 LKWs weniger pro Tag. Das sind zumindest die offiziellen Zahlen von Straßen NRW und
das sind alles in allem überzeugende Zahlen und

alle an diesem Prozess Beteiligten können dennoch nur wünschen, dass die negativen Bedenken sich nicht bewahrheiten werden, die positiven Erwartungen für die Entwicklung unserer Wirtschaft – ich denke da u.a. an die Anbindung zum Gewerbegebiet Beisenbusch und die erhoffte verkehrliche Beruhigung unseres Ortskerns - eintreten werden.

Zumindest haben inzwischen alle Parteien des Rates – ob Gegner oder Befürworter - signalisiert, dass sie zwar kritisch aber konstruktiv die weitere Entwicklung dieses Projektes begleiten wollen.

Insofern, meine Damen und Herren, lassen Sie uns also optimistisch in die Zukunft schauen und gemeinsam den ersten Spatenstich tun.

Ich danke Ihnen.

 

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